„Weil allein sein doof ist“ – Partnersuche für Senioren im Internet

Mit dem Slogan «Allein sein ist doof» wirbt die Online Datingplattform date a rentner seit Frühjahr 2016 um Singlefrauen und -männer 60plus. Die Plattform ist eine von mittlerweile vielen Singlebörsen, welche sich speziell an die reifen Semester wenden. Genannt werden sie «reife Persönlichkeiten» (zweiterfruehling.ch), «Erwachsene in ihren besten Jahren» (datearentner.ch), «Singles der Generation 50plus» (date50.ch), oder «Senioren und Singles ab 50» (50plus-treff.ch). Die Zielgruppe ist jeweils die gleiche: Ältere Menschen, welche sich nach Trennung, Spätscheidung oder Verwitwung nach einer festen Partnerschaft oder Bekanntschaft sehnen.
Laut der Studie «Der Online-Dating Markt in der Schweiz 2014-2015» begaben sich 2015 monatlich rund 660‘000 Schweizer online auf Partnersuche, gut 15% mehr als noch 2012. Der Anteil der Silver Surfer nimmt dabei stetig zu. Sie profitieren von den neuen Möglichkeiten der virtuellen Partnerkataloge besonders.

Die Singlebörsen unterscheiden sich in den Kosten und der Sicherheit bzw. der Seriosität. Zweiteres ist für die ältere Generation der Onliner ein sehr wichtiges Kriterium. So erstaunt es denn auch wenig, dass bei date a rentner „Qualität und Sicherheit gross geschrieben werden, sämtliche Profile geprüft und die Daten sicher auf einem Schweizer Server liegen.“ Weiter versichert die Plattform, dass es bei ihnen „keine versteckten Kosten und keine Abofallen“ gebe. Bei so viel geprüfter Sicherheit kann ja wenig schiefgehen – meint man. Trotzdem kommt es immer wieder zu unschönen Überraschungen. So berichtet beispielsweise eine 71jährige Schweizer Online Dating Nutzerin von einem «sehr begabten Charmeur», welcher neben Rosen und vielen Schmeicheleien «erstaunlich schnell auf den Wert ihres Wohn- und Ferienhauses zu sprechen kam sowie auf den möglichen Erlös bei einem allfälligen Verkauf der beiden Immobilien»…. (Keel, 2015, S.13).

Bevor wahllos eine Plattform ausgewählt wird, lohnt es ich sich also, sich vorgängig zu informieren. Das empfiehlt auch die Pro Senectute Kursleiterin Diggelmann Doris ihren älteren Kursteilnehmenden. Zum vierten Mal hat sie im Herbst 2015 in Bern den Kurs «Traumprinz im Internet?» angeboten. Dieser Kurs richtet sich speziell an Frauen im Seniorenalter, welche in die Geheimnisse des Online-Datings eingeführt werden möchten. Eine der Teilnehmerinnen war auch die 79jährige Käthy Gerber, welche im Internet nach der grossen Liebe sucht (Video Srf). Foto: Wolfgang, 2008 (verfügbar unter: flickr.com)

Bei den Kursen stellte Diggelmann ernüchtert fest, dass es den Frauen nicht primär an Computerkenntnissen fehlt, sondern am Sich-Verkaufen-Können. Die weibliche schamvolle Zurückhaltung ist (noch) omnipräsent. Sie betont jedoch auch, dass man deutlich spüren könne, dass das Selbstwertgefühl mit jedem Jahrgang steige. Das stimmt positiv. Verkaufen müssen sich die Frauen auf den Plattformen nämlich können, wollen sie Erfolg haben: Demographisch bedingt (Stichwort Lebenserwartung) gibt es um einiges mehr weibliche Profile als männliche.
Ihre Wünsche gezielt zu formulieren fällt aber vielen älteren Frauen sehr schwer: «Viel zu schnell haben ältere Frauen das Gefühl, ein deutlicher Wunsch – zum Beispiel keinen pflegebedürftigen Mann zu suchen – wirke anmassend.» (Diggelmann Doris)

Viele der älteren Generation geben auch nicht gerne zu, sich auf Singlebörsen zu tummeln und verheimlichen dies oftmals sogar vor ihren Kindern und Freunden. Diese Verheimlichung scheint aber ungerechtfertigt, würden Söhne und Töchter, so Keel (2015, S.12), „in der Regel positiv reagieren“, wenn ein Elternteil nach dem Tod oder Scheidung des Ehemannes im Internet wieder ein «Gspänli» fürs Alter sucht. Kinder würden ihren Eltern auch oft helfen beim Einrichten eines Profils in einer Dating-Plattform oder beim Zurechtfinden darauf.

Mut und Ausdauer, ein dickes Fell und Enttäuschungen wegstecken können – diese Eigenschaften braucht Senior/-in, damit nach Auslaufen des (ersten) Abos nicht resigniert die Hoffnung nach dem zweiten Frühling endgültig aufgegeben wird.

Projekt Silberwissen – Senioren schreiben an der Wikipedia

Silberwissen

„Die wachsende Zahl von aktiven älteren Menschen, ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen, stellen ein Potenzial dar, das für die Online-Enzyklopädie Wikipedia besser genutzt werden sollte.“ (Richter Pavel, Geschäftsführer Wikimedia Deutschland, thirdageonline.eu)

„Projekt Silberwissen-Logo“, Pung Johanna, 2011 (verfügbar unter: wikimedia.org)

Ältere Menschen verfügen über grosse Erfahrung und einzigartiges Wissen, welches verloren wäre, würde es nicht an die nächste Generation weitergegeben. Wikipedia als freie Internetenzyklopädie, böte hier eine perfekte Plattform, um eben dieses Wissen zu bündeln und den Erfahrungsschatz von Senioren „haltbar“ zu machen.

Es wurde jedoch festgestellt, dass die Älteren (50plus) unter den Autor(inn)en der Wikipedia deutlich unterpräsentiert sind. Dementsprechend fehlt auch das Wissen dieser Altersgruppe in der Wikipedia. Aus diesem Grund hat Wikimedia Deutschland im Oktober 2010 das Projekt Silberwissen im Rahmen des übergeordneten Projekts Third Age Online (TAO) ins Leben gerufen. Das bis Ende 2012 dauernde Projekt setzte sich dafür ein, dass Senioren an die Internetenzyklopädie herangeführt werden und möglichst viele ältere Menschen als Wikipedianer gewonnen werden.

Aber wie können Menschen, für welche das Internet, geschweige denn das Wort „Kooperative Zusammenarbeit“, zumeist ein Novum darstellt, überhaupt dazu gebracht werden, ihr Wissen in der Wikipedia zu teilen?  Im Projekt Silberwissen geschah das Gewinnen, Motivieren und Aktivieren der Senioren als längerfristige Wikipedia-Autor(inn)en mittels dreier „Module“, auch Workshops genannt. Diese konnten je nach Bedarf in Anspruch genommen werden.

An einer Erstveranstaltung informierten und motivierten Wikipedia-Autor(inn)en die älteren Menschen, mitzumachen und sie für die Idee des Freien Wissens zu begeistern. Auch wurde versucht, Ihnen die Angst und das oftmals vorherrschende Unverständnis ob der dezentralen Arbeitsweise der Wikipedia (als „chaotische Zusammenarbeit“ bezeichnet), zu nehmen. Gewonnen wurden die Teilnehmer, indem bestehende Netzwerke wie Seniorenbildung, Volkshochschulen oder Vereine, welche einen hohen Anteil älterer Menschen aufwiesen, angeschrieben und zu den Veranstaltungen eingeladen wurden. Ziel war es, möglichst viele ältere Menschen anzusprechen.

Silberwissen.jpg „Silberwissen-Workshop mit Chronisten“, 2011. Foto: Schmidt Elvira (verfügbar unter: wikimedia.de)

In einem weiteren Workshop wurde der (kleine) Kreis noch verbleibender interessierter Senioren dann an das Editieren in der Wikipedia herangeführt. Dabei sahen sich die Teilnehmenden einigen Herausforderungen gegenüber: Zum einen die neue und unbekannte Nutzeroberfläche im Bearbeitungsmodus (Wiki-Syntax), die hohen inhaltlichen und formalen Anforderungen, welche an einen Wikipedia-Artikel gestellt werden, sowie der sicheren Fertigkeiten im Umgang mit PC und Internet, welche eine wichtige Voraussetzung für eine Beteiligung als Wikipedia-Autor(in) darstellt. Von den Kursleitern wurde viel Geduld und Verständnis eingefordert. Auch war es äusserst wichtig, den Senioren individuelle Beratung anbieten zu können.
Im dritten und letzten Modul wurden fortgeschrittenere Themen wie das Hochladen eigener Fotos und das Verknüpfen mit Artikeln behandelt sowie grundlegende Informationen zu freien Lizenzen gegeben.

Zum Abschluss des Projekts Silberwissen stimmten sowohl die Referenten als auch die Teilnehmenden damit überein, dass drei Veranstaltungen für die Mehrheit nicht ausreicht um in die Wikipedia einzuführen und während der ersten Schritte zu begleiten. Viele Fragen, so stellte man fest, entstehen erst mit einer höheren Aktivität.

Rund 50 Prozent der Teilnehmenden waren nach Abschluss des jeweiligen Kurses der Auffassung, weiterhin bei Wikipedia tätig sein zu wollen. Dieses Ergebnis zeigt, dass Silberwissen durchaus ein erfolgreiches Projekt war. Mit dem Projekt  hat die Wikimedia Deutschland Neuland betreten. Die Erfahrungen, welche in diesem Projekt gemacht wurden, fliessen jedoch in Wikimedia-Projekte anderer Länder wie aktuell der Niederlande oder Polen, mit ein.

Quellen: Schmidt Elvira, 2013, S.97-105 sowie Richter Pavel, 2012, S.330-337

Social Media und die Generation der Silver Surfer

Immer mehr Menschen im Seniorenalter nutzen heute das Internet. Dabei spielen soziale Medien eine zunehmend wichtige Rolle; sowohl für die Nutzenden als auch für die Anbieter. Denn die Silver Surfer sind nicht nur eine kontinuierlich wachsende Gruppe, sondern auch eine tendenziell finanzstarke. Die Nutzung Sozialer Medien durch ältere Menschen ist vielfältig und beschränkt sich nicht auf die Angebote, die speziell auf ihre Zielgruppe zugeschnitten sind. Die heutigen Silver Surfer schreiben bei Wikipedia mit,  unterhalten eigene Weblogs, nutzen Facebook und Twitter. Gerade Facebook erfährt einen grossen Zulauf von älteren Menschen. Die Anzahl der Facebook User über 55 Jahre wuchs in den Jahren zwischen 2011 und 2014 um 80% an (SRF Kultur 2016). Eine aktuelle Studie der Universität Pennsylvania hat das Verhalten von Menschen ab dem 60 Altersjahr auf Facebook untersucht. Laut der Studie sind nebst der Neugierde an der Technologie vor allem die Möglichkeit Kontakte über die eigene Altersgruppe hinaus pflegen zu können Gründe für ein Facebookprofil (siehe auch motherboard).

Social Media Plattformen bieten älteren Menschen einen Mehrwert und können einen Beitrag gegen die Vereinsamung leisten. Zeit- und ortsungebunden bieten sie ihnen die Möglichkeit an der digitalen Gesellschaft teilzuhaben. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Social Media Angebote, die sich speziell an die ältere Generation wenden. Sie sind inhaltlich und vom Design her auf ältere Menschen zugeschnitten und bieten einen geschützten Rahmen in dem die Älteren unter sich sein können. Schwerpunktmässig befassen sie sich mit Themen aus der Lebenswelt der Senioren und Seniorinnen, wodurch sie eine Verbindung zwischen digitaler und realer Welt schaffen (siehe Narr 2013, S. 41) .  Diese Verbindung wird dadurch noch gestärkt, dass viele dieser Plattformen die Menschen nicht nur virtuell miteinander vernetzten, sondern auch durch lokale Gruppentreffen und -aktivitäten in der realen Welt verbinden. Es geht weniger Likes und Selbstdarstellung, als um soziale Kontakte über das Internet hinaus.

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Foto: mkhmarketing, 2013 (verfügbar unter: flickr.com)

Eine generationsübergreifende Plattform ist sozialkontakt.ch. Das Anliegen dieser Seite ist es, Menschen mit gleichen Interessen ortsgebunden zusammenzuführen. Mittels eines Online-inserats kann man sich und seine Interessen präsentieren. Die Webseite spielt  lediglich die Rolle des Vermittlers. Gleichgesinnte finden sich zwar online, die gemeinsamen Aktivitäten finden jedoch in der realen Welt statt. Das Ziel der Betreiber ist es Sozialkontakte zu fördern und damit etwas gegen die Vereinsamung beizutragen.

Seniorbook.de richtet sich seit 2012 an Menschen ab dem 50. Lebensjahr aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Plattform bietet vieles was auch Facebook bietet wie Chats, Spiele und die Möglichkeit private Nachrichten zu verschicken. Hinzu kommt eine Vielzahl an redaktionell aufbereiteter Information zu verschiedenen Themen. Wie schon bei sozialkontakt.ch spielt auch hier das Offlineleben eine wichtige Rolle. Mitglieder haben die Möglichkeit sich für gemeinsame Aktivitäten in regionalen Nutzergruppen zu treffen. Noch stärker auf regionale Offlineaktivitäten setzt die bereit 1998 gegründete Plattform feierabend.de.

Wenig Interaktivität dafür ein weites thematisches Angebot an redaktionellen Beiträgen bieten die Seniorenblogger. Täglich wird hier von Senioren und Seniorinnen zu Gesundheit, Sport, Wohnen und vielem mehr gebloggt. Nebst Beiträgen zu Themen wie Treppenlifte und Inkontinenz finden sich auch Tipps für professionelles Webdesign oder die Anmeldung eines neuen Autos per Internet. Wer nicht selbst mitbloggt, kann Kommentare hinterlassen.

Speziell mit der Lebenswelt älterer Frauen befasst sich grossmuetter.ch, Plattform und Think Tank für Frauen im Grossmutteralter. Der Name mag bei einigen die Assoziation einer Plattform zum Austausch von Kuchenrezepten, Strickmustern oder Tipps zur Enkelkinderbetreuung wecken. Das trifft jedoch so gar nicht zu. Im Fokus steht das gesellschaftliche und politische Engagement der Frauen. Es gibt weder persönlichen Profile noch Chats, dafür viele Arbeitsgruppen, Projekte und Foren zur offline Teilnahme, aktuelle Studien, Berichte und vieles mehr.

Nutzung digitaler Technologien und soziodemographischer Zusammenhang

Ich habe einen Nachbarn, der das Pensionsalter schon lange erreicht hat, dessen Weihnachtsgrüsse ich jährlich per Mail erhalte, mit dem ich schon lange auf Facebook befreundet bin und der mir neulich, als ich ihm sagte, ich würde wieder in einer Buchhandlung arbeiten, mit einem leicht mitleidigen Gesichtsausdruck mitteilte, dass er schon lange nur noch eBooks lese. Und dann gibt es in meinem Bekanntenkreis eine Frau, Endfünfzigerin, die mich vor ein paar Wochen fragte, ob ich denn einen WLAN Anschluss hätte und wie das genau funktioniere. Was, frage ich mich, können Gründe sein, dass sich Menschen im Alter digitalen Technologien zuwenden und was mögen Gründe sein, die zu einer digitalen Verweigerung führen können.

Dieser Frage ist die Pro Senectute in ihrer aktuellen Studie zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien nachgegangen. Befragt wurden Personen ab dem 65 Altersjahr. Dabei hat sich gezeigt, dass die soziodemographischen Merkmale Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen einen grossen Einfluss auf die Nutzung bzw. Nichtnutzung des Internets haben.

Eine grosse Kluft hat sich bei den Geschlechtern gezeigt. Nur 50% aller befragten Frauen gaben an, dass sie das Internet nutzen würden. Bei den Männern hingegen waren es 72%. Ein Grund weshalb Frauen hier markant schwächer abschneiden kann in der Technikaffinität liegen. Viele gaben in der Befragung an, dass sie Mühe mit der Bedienung technischer Geräte haben, bzw. annehmen, dass sie Mühe damit hätten. Ein wichtiger Faktor dabei ist sicher die Technikbiographie. Im Vergleich zu den Frauen gaben viele Männer an, dass sie bereits vor ihrer Pensionierung mit dem Computer bzw. dem Internet zu tun hatten. Manche Frau der heutigen Generation 65+ war nicht bis zur Pensionierung berufstätig bzw. arbeitete in einem eher technikfernen Berufsfeld.

Die Verteilung nach dem Alter zeigt, wie zu erwarten ist, dass mit steigendem Alter auch die Nutzung des Internets abnimmt. 81% der 65-69-Jährigen nutzen das Internet, fast die Hälfte davon täglich. Bei den über 85-Jährigen sind es nur noch 16%. Gerade alte Menschen haben spezielle Bedürfnisse in Bezug auf die Internetnutzung. Probleme mit der Feinmotorik, dem Sehen oder dem Hören können dabei Hürden sein. Hinzu kommen Sicherheitsbedenken, Angst vor technischen Problemen, die Kostenfrage und allgemein Unsicherheiten in Bezug auf die Nutzung.

Je höher der Bildungsgrad ist, desto eher wird der technische Fortschritt befürwortet. Personen mit höherem Bildungsgrad sind auch, wie die Studie zeigt, tendenziell technikaffiner und interessieren sich dementsprechend auch mehr für digitale Technologien bzw. nutzen diese eher. Anders als das Geschlecht und das Alter sind Bildung wie auch Einkommen eine wichtige Ressource für die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien und stehen oft in einem direkten Zusammenhang. Der durchschnittliche Onliner, so hat die Studie gezeigt, hat eine höhere Bildung und mehr Einkommen.

Die soziodemographischen Faktoren alleine entscheiden jedoch nicht über die Nutzung digitaler Technologien im Alter. Die bereits erwähnte Technikaffinität, die Computerbiographie und vor allem die Einstellung digitaler Technologien gegenüber sind weitere wichtige Faktoren. Denn für viele ältere Personen sind das Internet und die damit verbundenen Möglichkeiten eine wichtige Ressource,  wenn es darum geht, möglichst lange ein selbständiges Leben zu führen. Die soziodemographischen Merkmale sind gegeben und lassen sich nicht ändern. Deshalb ist es wichtig, dass Angebote wie die Tablet Heroes, die Seniorenschulung der SBB oder die Kurse der Pro Senectute geschaffen werden, welche ältere Menschen abholen und so mit der Technik vertraut machen, dass sie für sich einen Sinn und Nutzen darin finden.

Mein Nachbar, der Rebel Ager, erfüllt die sozidemographischen Merkmale des typischen Onliners voll und ganz. Das Entscheidende ist jedoch, dass er den Nutzen und die Selbständigkeit erkannt hat, die ihm sein Umgang mit digitalen Technologien bieten. Wohingegen meine Bekannte sich wohl in Richtung Conservative Ager entwickeln wird. Ausschlaggebend dafür sind jedoch nicht ihre soziodemographischen Merkmale, sondern ihre Einstellung neuer Technologien gegenüber.